SUNKRAFT - Konzept


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Das SUNKRAFT Bioenergie - Konzept



 

 

 


Wozu Bioenergie?

Fossile Energieträger sind nach wie vor billig und in großen Mengen verfügbar.

Bislang ist die Menschheit weder an die "Grenzen des Wachstums" gestoßen, die Meadows 1972 postuliert hat, noch ist die Ölförderung nach Überschreitung des "peak oil" massiv eingebrochen. Auch die Kohle-Vorräte werden in absehbarer Zeit nicht knapp.

Wozu also Bioenergie?

Einerseits ist die Annahme durch nichts untermauert, dass bis in alle Ewigkeit neue Lagerstätten erschlossen werden, aus denen sich die Welt mit billigen Energieträgern versorgen kann. Andererseits kommen diese aus wenigen Quellen, die strategisch bedeutsam sind und deren Zugänglichkeit immer öfter mit militärischen Mitteln gewährleistet werden muss.

Der fossile Kohlenstoff, der bei der Verbrennung fossiler Energieträger in großen Mengen freigesetzt wird, muss auch wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden, um unerwünschte Auswirkungen des CO2 in der Atmosphäre zu vermeiden.

Davon abgesehen sind nicht nur Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle bedeutsam, sondern auch Nährelemente wie Stickstoff, Kalium und Phosphor, ohne die eine ausreichende Ernährung nicht sichergestellt werden kann, wobei Kalium und Phosphor auch zu den unentbehrlichen, fossilen Rohstoffen gezählt werden müssen. Das Gleiche gilt natürlich auch für urbare Böden, ohne die Agrarwirtschaft gar nicht möglich ist.

Die bisherige Wirtschaftsweise ist leider nur sehr eingeschränkt nachhaltig und wird irgendwann deutliche Einschränkungen dadurch erfahren, dass einerseits unentbehrliche Rohstoffe knapp und damit teuer werden und sich andererseits problematische Abfallprodukte anhäufen, wie es sich beim CO2 und Kunststoffabfällen bereits andeutet.

Hier kann die Bioenergie-Wirtschaft helfen, da viele Energie-Pflanzen, im Gegensatz zu den meisten Nahrungs- und Futterpflanzen, ausdauernd sind und sowohl Kohlenstoff, als auch Nährelemente langfristig festlegen und die Böden vor Verwüstung schützen.

Darüberhinaus kann diese Wirtschaftsform aus nachwachsenden Quellen auch Rohstoffe bereitstellen, die zum Beispiel genau so brauchbare, aber viel weniger dauerhafte Kunststoffe und damit keinen extrem beständigen Plastikmüll liefern, wie bisher.

 

Bioenergie und Nachhaltigkeit

Bioenergie ist letzten Endes Sonnenenergie, die in Form energiereicher Pflanzenbiomasse vorliegt. Das geht zwar auch mit technischen Methoden, Bioenergie hat aber den Vorteil, dass ein Acker bedeutend naturnäher ist, als jede Industriebrachen. Außerdem liegt die Energie direkt in gut speicherbarer Form vor, ob als Gärsubstrat, Biotreibstoff oder Brennmaterial.

Natürlich sind die Vorteile der Bioenergie überschaubar, wenn man einfach nur die klassischen Nahrungs- bzw. Futtermittel zur energetischen Nutzung verwendet, aber es stehen auch immer mehr Alternativen zur Verfügung, wie z.B. die Durchwachsene Silphie anstelle von Energie-Mais, Doppel-Null Raps anstelle von Zuckerrüben, der nicht nur Kraftfutter, sondern auch als Nahrungsmittel oder motorisch nutzbares Pflanzenöl produziert und Hölzer von Kurzumtriebs-Plantagen, die nicht nur Energieholz liefern, sondern am Beispiel Pappel auch den Pappel-Flaum, der Baumwolle ersetzen kann. Hier wären auch andere anspruchslose Öl- und Faserpflanzen zu nennen, wie der Hanf.

Damit eröffnet die Bioenergie-Wirtschaft den Landwirten ganz neue Märkte und Betätigungsfelder. Der Landwirt wird dadurch - auch - zum Energie- und Rohstoffwirt, der Nahrung, Futter, Energie- und Rohstoffpflanzen produziert, wobei sich die Frage nach einem Widerspruch zwischen "Tank-oder-Teller" gar nicht stellt, weil zu einem großen Teil nach den Maßgaben der Kreislaufwirtschaft oder "Permakultur" und damit besonders umweltschonend gearbeitet werden kann.

Bioenergie aus Biogas ist ein wichtiger Baustein bei der Umstellung unserer Energieversorgung auf nachhaltige Quellen, da Biogasanlagen im Gegensatz zu Wind- und Solarkraftwerken auch Energie bei den gefürchteten "Dunkelflauten" liefern, bei einem Überangebot von Wind- und Solarstrom aber auch problemlos vorübergehend gedrosselt werden können.

Dabei gewinnen Biogasanlagen die im Gärsubstrat enthaltenen Nährelemente zurück, die mit dem Gärrest wieder auf den Acker ausgebracht und dem natürlichen Kreislauf damit wieder zugeführt werden. Die SUNKRAFT Bioenergie bietet dazu für Biogasanlagen entsprechende Hilfsstoffe und Beratung an, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten und fortschrittlichste Methoden voranzubringen.

Durchwachsene Silphie

Die Durchwachsene Silphie - eine nachhaltige Energiepflanze

 

Bioenergie und Autarkie

Vielfach wird der Anspruch erhoben, durch Bioenergie Autarkie auf nationaler oder wenigstens auf EU-Ebene zu erreichen. Das zeichnet sich aber bislang nicht ab, da die Flächen im dicht besiedelten Mitteleuropa dafür nicht annähernd ausreichen. Mit dieser Forderung wird die Bioenergie eindeutig überfrachtet, so dass man mit dahingehenden Versprechungen sehr zurückhaltend sein sollte.

Das ist aber kein Nachteil, da eine zuverlässige Versorgung der Bevölkerung ohnehin nicht mal mit Nahrungsmitteln sicherzustellen wäre, wenn kein Öl für Landmaschinen und kein Phosphor als Nährelement importiert würden. Auch hier kann die Bioenergie Abhilfe schaffen, da die Nährelemente besser im Kreislauf geführt und nicht im bisherigen Umfang verloren gehen und entsprechend nachgeliefert werden müssen.

Was nicht selber zu produzieren ist, kann immer noch von außen zugekauft werden, da die Bioenergie-Wirtschaft auch für andere Länder, vor allem in den tropischen Entwicklungsländern, eine Reihe von Vorteilen bringt:

"Energy-Farming"